Die Fortschritte in der Brustkrebsforschung und ihr Einfluss auf das klinische Handeln, insbesondere hinsichtlich molekularer Zusammenhänge, stehen im Fokus der vierten sogenannten COMBATing Breast Cancer Conference.
Der internationale Kongress wird von der Österreichischen Gesellschaft für Senologie und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) unterstützt.
„Derzeit ist das Mammakarzinom noch unzureichend tumorbiologisch (molekular) klassifiziert. Das heißt, therapeutisch anzugehende molekulare Zielstrukturen sind unpräzise definiert und teilweise fehlt molekulare Forschung innerhalb entsprechender klinischer Therapiestudien. Deshalb besteht hier die Gefahr, dass zahlreiche, wahrscheinlich effektive Substanzen als unwirksam beurteilt werden. Unser Ziel ist daher eine zukünftig engere Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, molekularer Diagnostik und klinischer Anwendung. Darüber hinaus steigen derzeit nicht nur die Therapiekosten dramatisch an, sondern parallel dazu auch die Kosten entsprechender klinischer Studien und der Kosten- bzw. Erfolgsdruck für die pharmazeutische Industrie“, erläutert Professor Dr. Achim Rody vor dem internationalen Kongress.
In der Zukunft wird das wichtige Ziel sein, Patienten mit Hilfe molekularer Marker zu identifizieren, die in ganz besonderem Maße von modernen, molekularen Therapien profitieren. Anderen Patienten könnte man aufgrund der Wirkungslosigkeit nicht nur Kosten, sondern auch unnötige Nebenwirkungen ersparen.
In diesem Jahr werden in zahlreichen Vorträgen die Fortschritte von neuen molekular ausgerichteten Therapiemöglichkeiten bei Brustkrebs dargestellt und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich daher nicht nur an Laborwissenschaftler oder forschende Kliniker, sondern auch an in der Patientenversorgung tätige Klinikärzte, niedergelassene Kollegen sowie Studenten.
Insbesondere die Verbindung zur jungen Generation soll gestärkt werden. Dies findet Ausdruck durch das Prä-Symposium der AGO-Kommission „Translationale Forschung“ sowie die Verleihung von Reisestipendien und des jährlichen COMBAT-Awards an junge Forscher, die sich besonders um die klinisch relevante translationale Forschung verdient gemacht haben.
Den Programmflyer finden Sie hier.
Kontakt für Journalisten:
Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin
Prof. Dr. med. Achim Rody, stellvertretender Klinikdirektor
Kirrberger Straße
66421 Homburg
06841/ 16-28122
E-Mail: achim.rody @uks.eu
Internet: www.uks.eu/frauenklinik
