Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Innere Medizin II - Gastroenterologie und Endokrinologie
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Frank Lammert
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Unsere Forschung beschäftigt sich mit der Genetik und der Analyse komplexer Lebererkrankungen, zu denen neben der Leberfibrose und –zirrhose auch das hepatozelluläre Karzinom (HCC, Leberkrebs) gehört. Hierbei interessieren uns vor allem die genetischen Ursachen dieser Erkrankungen und deren molekulare Mechanismen.

 

Forschungsschwerpunkte:


Genetische Determinanten der Leberfibrose und des HCC
Genloci, die mit Lebererkrankungen in Ver
bindung stehen, werden in experimentellen F2-Kreuzungen im Tiermodell kartiert. Die Übertragung dieser Ergebnisse auf den Menschen erfolgt in Patientenkohorten, die schließlich auf die verschiedenen Genvarianten getestet werden.


Analyse des Komplementsystems (SFB/TRR57)
Mit Hilfe genomweiter Analysen in experimentellen Untersuchungen und Patienten konnten wir den Komplement Faktor 5 (C5) als Fibrose-Suszeptibilitätsgen in Maus und Mensch charakterisieren. Mäuse, denen C5 fehlt, weisen eine deutlich verlangsamte Fibrosierung der Leber unter der Behandlung mit Toxinen auf. Basierend auf diesen Ergebnissen erfolgt im Rahmen des SFB/TRR57 die eingehende Untersuchung weiterer Bestandteile des Komplementsystems hinsichtlich der Fibrosierung in verschiedenen transgenen Mäusen.


Molekulare Mechanismen der frühen Entstehung chronischer Lebererkrankungen
Wir untersuchen in unseren Modellen die genetischen Ursachen für die frühe Entstehung chronischer Lebererkrankungen, wobei wir auf inflammatorische Prozesse und verschiedene Komponenten des Immunsystems fokussieren.


Gallensteine
Neben der Leber an sich beschäftigen wir uns auch mit anderen gastroenterologischen Erkrankungen wie der Gallensteinbildung. So gelang es uns, Mäuse zu generieren, die durch die Überexpression der Gallensäurenexportpumpe vermehrt Gallensteine bilden. Außerdem konnten wir zeigen, dass eine Variante des Cholesteroltransporters in der Leber in Patienten mit Gallensteinen gehäuft vorkommt und somit einen Risikofaktor darstellt.