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Pressemitteilung

06.02.2012
Neuer Leiter für das Institut für Arbeitsmedizin der Medizinischen Fakultät

Das Institut für Arbeitsmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes steht ab März 2012 unter neuer Leitung: Herr Prof. Dr. med. Volker Harth, MPH tritt die Nachfolge von Herrn Prof. Dr. med. Axel Buchter an, der das Institut über 25 Jahre lang erfolgreich leitete.

Foto: Naurath, IPA-Bochum

 

Die Forschungsschwerpunkte des neuen Institutsleiters liegen in der klinischen und experimentellen Arbeitsmedizin sowie in sozial- und umweltmedizinischen Fragestellungen im Bereich der Krebsforschung, Lungenheilkunde und Prävention. Der Facharzt für Arbeitsmedizin verfügt neben einem Magister für Public Health (MPH) über Zusatzqualifikationen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung und dem Ärztlichen Qualitätsmanagement.

 

Der geborene Bonner studierte zunächst Humanmedizin, u.a. in der Schweiz und den USA. Er promovierte experimentell im Bereich der Arteriosklerose-Forschung an der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Bonn, wo er auch seine klinische Ausbildung erhielt. Im Jahr 2002 schloss er sein Zweitstudium mit dem Magister für Public Health an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ab. Nach seinem Wechsel an das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum (IPA) habilitierte Prof. Harth 2009 an der dortigen medizinischen Fakultät zum Thema „Molekular-epidemiologische Untersuchungen zur Kausalität von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches". Seit 2010 war er in planender und leitender Funktion im Europäischen Proteinforschungsinstitut (PURE) tätig. Schließlich erhielt er 2011 an der Bochumer Fakultät einen Ruf auf die Professur für molekulare Arbeitsmedizin und Public Health.


Neben verschiedenen Vortragspreisen wurden Herrn Harth 2002 der Nachwuchsförderpreis des Vereines zur Förderung der biomedizinischen Wissenschaften (Max-Planck-Institut, Dortmund) und 2009 der E. W. Baader-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) verliehen.

 

In seinen aktuellen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Prof. Harth mit gesundheitlichen Aspekten unterschiedlicher Schichtarbeitssysteme (Wechsel- und Nachtschichtarbeit). „In Deutschland nimmt der Anteil der in Schichtarbeit tätigen Arbeitnehmer stetig zu. Die intelligente Gestaltung von Schichtarbeit muss daher die gesundheitlichen Belastungen für Arbeitnehmer minimieren helfen. Dabei stellt der demographische Wandel die Betriebe zusätzlich vor enorme Herausforderungen. Die Arbeitsmedizin als präventivmedizinische Fachdisziplin kann dabei wichtige Fragen aus Forschung und Praxis klären helfen“, so Prof. Harth.

 

Ein weiteres Forschungsfeld fügt sich harmonisch in eines der zentralen Forschungsschwerpunkte des Saarlandes ein: die Nanopartikelforschung. In epidemiologischen Studien beschäftigt sich Prof. Harth mit den gesundheitlichen Auswirkungen beruflich- und umweltbedingter Feinstaubbelastungen. Prof. Harth: „Gesundheitliche Risiken, die im Zusammenhang mit Nanopartikeln stehen, sind bis heute nicht umfassend untersucht worden. Forschungsvorhaben zur Bewertung der chronischen Toxizität und Kanzerogenität können daher in idealer Weise Synergien mit den regionalen Forschungsgruppen schaffen“.